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Sunday, July 3, 2011

FRANZ WERFEL (1933)

Das Bleibende
Solang noch der Tatrawind leicht 
slowakische Blumen bestreicht, 
so lang wirken Mädchen sie ein 
in trauliche Buntstickerei'n.
Solang noch im bayrischen Wald 
die Axt im Morgengraun hallt, 
so lang auch der Einsame sitzt, 
der Gott und die Heiligen schnitzt.
Solang auf ligurischer Fahrt 
das Meer seine Fischer gewahrt, 
so lang wird am Strand es schaun 
die spitzenklöppelnden Fraun.
Ihr Völker der Erde, mich rührt 
das Bleibende, das ihr vollführt. 
Ich selbst, ohne Volk, ohne Land, 
stütz' nun meine Stirn in die Hand.

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